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Probleme vieler Dartspieler und die Ursache

Leider ist es so, dass der Dartspieler von Training spricht und im Endeffekt nichts anderes meint, als zigtausend Darts auf das Board zu hauen und ständig einen Soll – und Istwert – Vergleich in seine Entscheidungsfindung einbindet.

Kein Koordiantionstraining, keine alternativen Übungen, geschweige Kraft – oder Ausdauertraining. Ab und An etwas Taktik (Spiele) und das war’s

Ist das Training?

Nein.  Auch wenn man die gängige Trainingsmethode des Einschleifens als Maßstab ansetzt, dann ist auch hier zu sagen, immer nur ein und dieselbe Bewegung anzubieten ist nicht die optimale Herangehensweise um seine Leistung zu stabilisieren oder zu steigern.

 

Landläufige Meinung ist ja „Wirf so wie du dich wohl fühlst“ und „Einen Wurf kann man nicht lernen, den hat man“.

Ich kann nur hoffen das sich diese Sichtweise bald ändern wird und solche Tipps als das erkannt werden was sie sind, nämlich Halbwissen.

 

Es spielt keine Rolle nach welcher Lernmethode wir trainieren, aber jede Methode steht für ein „Programm“ was abgearbeitet werde muss um den maximalen Nutzen aus ihr zu ziehen.Das weit verbreitete, ich drücke es mal einfach aus, Einschleiftraining was bei fast allen Spielern zu Hause oder im Verein angewandt wird, hat gewisse Elemente, die berücksichtigt werden müssen.

Und wieder sehr vereinfacht, sind das: Technisches Leitbild – > Vorstellung -> Bewegungsausführung in der Grobkoordination (GK) -> Bewegungsausführung in der Feinkoordination (FK) und unser Ziel, die Feinstkoordination (FstK).

Was jetzt  an dieser Stelle fehlt ist der Trainer, der Korrekturen von außen vornimmt und so das fehlerfreie Einschleifen initiiert.

Damit haben wir schon das erste Problem.

Es kommt noch erschwerend hinzu das wir immer davon ausgehen,   JEDER Wurf kann so ausgeführt, dass er mit den anderen identisch ist. Auch eine Fehlannahme, je unausgegorener unsere Wurfbewegung, desto höher die Fehleranfälligkeit und Differenz um das Normal herum.

Wurfgüte

Im Tagesverlauf kann es zu zusätzlich Abweichungen kommen, mental belastet wird es noch Varianzreicher etc.

Die GK ist die schwierigste Phase, ob man jemals ökonomisch wirf, hängt von der koordinativen Grundlage oder ob man einen Trainier ha ab.

In dieser Phase entwickelt man erst seine taktilen und kinästhätische Analysatoren (Innere Analysatoren) und damit sein Wurfgefühl. Es ist also zum Anfang noch gar nicht vorhanden. Daher ist das mit dem „wirf  so, wie es sich für dich gut anfühlt“ eine Aussage, die absurd ist.

Erst durch Maßnahmen eines gezielten Trainings – z.B Koordinationstraining (wer macht das 1% der Dartspieler?) – wird dieses Gefühl aufgebaut. In dieser Phase kann uns aber jeder Stress aus der Bahn werfen.  Hier ist also nicht an Leistungsabruf zu denken. Das kann man sehr gut an sehr schlecht koordinierten Würfen erkennen, die sogar schmerzhaft sein können.

Gehe wir jetzt davon aus, wir haben die GK überwunden, die Varianz in der Bewegung wird immer weniger, wir können auch schon mit leichtem Druck umgehen und der Wurf, der sich langsam gewohnt anfühlt und damit gut, immer öfter abrufen. Nach vielen guten Wiederholungen im selben (engen) Muster, die Fehlerfrei (theoretisch) angeboten wurden, kommen wir in die FstK. DAS Ziel, damit ist die Bewegung so verankert wie das Laufen, Autofahren, Lesen etc.

Was passiert jetzt, wenn der Spieler mit seinem automatisierten Wurf eine umfangreiche Änderung vornehmen muss? Er geht wieder in den Bereich der FstK oder gar GK zurück. Das ganze Spiel mit all seinen Problemen fängt wieder von vorne an.

Daher, wenn ich ein Problem habe, sollte ich schauen ob es wirklich ein Problem mit dem Wurf ist. Zeitliche Varianzen der Leistung muss man einkalkulieren, auch sind Stagnationen der Leistung ein Bestandteil des Lebens.

Wenn ich etwas ändern muss, weil es sich um ein Fehler handelt der sich eingeschliffen hat, dann MUSS ich das Stück für Stück machen. Und vor allem, JEDE Änderung hat eine Verschlechterung zur Folge. Das ist eine unabwendbare folge aus der oben genannten Trainingsmethode.

Diese Verschlechterung wird auch längere Zeit andauern, bis ich wieder in die Automatisation kommen.

 

Aber was machen Dartspieler?

 

Genau, sie hegen Hoffnung in eine Änderung, sind damit mental optimal vorbereitet und treffen ihre Ziele. Damit ist die Änderung für sie als richtig identifiziert. Es kommt zum Trainingsalltag, das Muster der Verschlechterung tritt ein, also alles ganz normal, aber sie denken „Ne doch nicht war auch kacke“ und die nächste Änderung kommt. Wir bewegen uns in einer Abwärtsspirale.

Das ist das Standardprozedere von zigtausend Dartspielern zu Hause. Dazu trägt noch der Umstand bei, dass kaum einer trainiert, sondern immer nur spielt. Ein Spiel ist ein Teil eines Trainings, aber mit Sicherheit nicht der Hautbestandteil eines Trainings. Mit Spielen kann man sich koordinativ nicht weiterentwickeln. Und das ist aber der Schlüssel für ein gutes Training.

 

Ich habe ja auf meine Youtubekanal etliche Übungen gezeigt, die Trainings, die ich anbiete, sind auch auf dieses Muster ausgelegt, aber ich glaube das abgesehen von denen, die den Kurs machen nur die wenigsten zu so Hause trainieren.

 

Als größtes Problem sehe ich aber die Trainingsmethodik des Einschleifens an, ohne Trainer oder erfahrenen Spieler kaum möglich. Das ist auch ein Grund warum so viele Spieler mehr mit dem inneren Fokus arbeiten, als sich auf die wesentlichen Elemente zu konzentrieren. Dadurch wird es schwer überhaupt in die Phase der FstK zu kommen.

 

Da gibt es andere Methoden, die gerade für den Dartspieler ohne Trainer und Home-Alone Darter wertvoll sind. Diese findet ihr in den Trainingskursen auf dieser Seite.

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